Schwangerschaft

Liebe Mutter, lieber Vater,

Film: Die Hebamme - Auf Leben und Tod Nicht nur Schwangere, sondern auch Hebammen können einem Arzt ausgeliefert sein.

Wir ein Kind "natürlich" geboren, wird dieses im Todesfall mit Fruchtsack, aufgefangenen Fruchtwasser, Nabelschnur und Mutterkuchen zusammen gewogen und dem Gewicht entsprechend als Fehlgeburt (weil unter 500 Gramm schwer) oder Totgeburt (weil über 500 Gramm schwer) durch die Medizin definiert und eher einer Pathologie überstellt, damit eine Totenbeschau durchgeführt werden kann. Der Bestatter braucht das Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschau. Im Beisein einer Hebamme wird "natürlich" geboren, denn  die Tätigkeiten einer Hebamme werten Ärzte nicht als medizinische Eingriffe. bei einem im Mutterleib verstorbenen Kind ist ein med. Eingriff (Curretage) nicht zwingend notwendig, wie das Projekt Bubu zeigt.

Im Gegensatz zu einem entwicklungsunabhängigen der Frau gehörenden Gewebe, weil die Schwangere einem med. Eingriff zugestimmt hat, dem zu Folge das Ihr entnommene Gewebe ihren Körper (ihren Uterus) verlassen hat. Hier muss die Schwanger vor dem med. Eingriff dem behandelnden Arzt sagen, das sie nach dem med. Eingriff das ihr gehörende Gewebe gerne mit nach Hause nehmen möchte. was Ärzte grundsätzlich gerne tun. Zu Hause angekommen hat die Vormals Schwangere zwei Möglichkeiten:

1. Sie ruft den Bestatter ihrer Wahl an, und sagt am Telefon, das noch keine Totenbeschau stattgefunden hat. Der Bestatter wird den zuständigen Arzt verständigen, damit in ihrer Wohnung eine äußere Totenbeschau stattfindet, bevor der Bestatter den Verstorbenen abholt. Kleine Bestatter sind erfahrungsgemäß billiger als auch einfühlsamer, respektvoller.

2. Sie kennen einen Grabnutzungsberechtigten, der mit der Beilegung ihres verstorbenen Familienmitgliedes einverstanden ist. Bringen sie Friedhof als auch Grabnummer und die Kontaktdaten des Grabnutzungsberechtigten in der Verwaltung eiens Friedhofes in Erfahrung und gehen sie mit den Daten zu einem Friedhofsgärtner, denn er ist für das öffnen und schließen eines Grabes zuständig.  Kein Ihnen zusagender Fötensarg zur Hand? Klären sie vorher ab, ob der Friedhofsgärtner mit dem von Ihnen gewählten Gefäß z.B. einer Schatztruhe aus Holz oder einem Gefäß mit Schraubverschluss aus Keramik oder Glas (statt eines Sarges) einverstanden ist.

Es verwirrt Sie vielleicht, wenn im österr. Mutter-Kind- Pass oder bei Ärztinnen/ Ärzten in Schwangerschaftswochen gerechnet wird und gelegentlich ein „10. Schwangerschaftsmonat“ auftaucht. Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen, das sind 280 Tage. Ärztinnen/ Ärzte rechnen in Mondmonaten (= 28 Tage), dadurch ergibt sich ein 10. Schwangerschafts(mond)monat.

Um Missverständnissen vorzubeugen, sollten Sie sich auch angewöhnen, in Schwangerschaftswochen (SSW) zu rechnen.

Eine Schwangerschaft wird bei Schwangerschaftstests und von Frauenärztinnen/ Frauenärzten häufig sogar noch genauer angegeben und zwar in vollendeten Wochen plus Tagen (z.B. SSW28+4= 28 vollendete Wochen plus 4 Tage, dies bedeutet dasselbe wie 29. Schwangerschaftswoche).

Für 9 Monate (10 Mondmonate) wird im günstigsten Fall der Mutterleib uns Heimat sein, zumindest ist das dzt. bei uns Menschen so vorgesehen. Dann erfolgt die Geburt – oder zu einem außerhalb des Mutterleibes lebensfähigen Kind, ist nicht zwingend vorgesehen, wird aber in der Regel erwartet. Und "gesund" soll das Kind sein, das heißt mit allen äußeren Gliedmaßen und allen inneren Organen - das wird häufig vorausgesetzt.

Da vom Vorirdischen Dasein bis nach der Geburt tausende von Entscheidungen fallen, kann es viele Quellen für Fehler/ Fehlentscheidungen, Besonderheiten der Natur geben – und dann erwarten die davon betroffenen Familien ein "behindertes", ein "fehlerhaft" geborenes Kind. Ob lebend oder still geboren …beides ist möglich. Ebenso die Tatsache lebend geboren zu werden und Minuten, Stunden, Tage, Monate, Jahre später zu sterben.

In der Regel verlassen in unserer Kultur die Kinder in einer Klinik (im Beisein einer Hebamme, Arztes, Krankenschwester) den mütterlichen Leib. Es kommt in unserer Kultur auch vor, das Frauen außerhalb einer Klinik /Gyn. Praxis (z.B. zu Hause, in einem Auto ...) ihr Kind gebären – und das nicht immer im Beisein einer mitfühlenden erwachsenen Freundin/ eines erwachsenen mitfühlendes Freundes. …

Nun fängt es kompliziert zu werden an, weil jeder ein und das selbe Erlebnis anders zu definieren beginnt und im weiteren daraus andere Schlüsse zieht, andere Entscheidungen trifft, bestehende (z.B. Bestattungs-) Gesetze unterschiedlich auslegt usw.

Organogenese beschreibt die ersten 8 Wochen ab seiner Zeugung - also einem Zeitraum innerhalb der ersten 10 Wochen ab Beginn der Schwangerschaft (denn eine Schwangerschaft ab dem ersten Tag der letzen Monatsblutung einer Frau gerechnet, wobei Ärzte statistisch davon Ausgehen, "das die meisten Frauen 14 Tage nach ihrer Blutung befruchtungsfähig sind".) mit dem Ende der Organogenese ist der Körper des neuen Menschen sichtbar vollkommen inkl äußeren Geschlechtsmermalen angelegt, weshalb dem Kind (bestattungsrechtlich betrachtet) ab diesem frühen Zeitpunkt ein geschlechtsbezogener Vorname gegeben werden kann, denn am Grab (-stein) darf stehen, was Angehörige ansagen. Aus Kunststoff können Sie hier ein entsprechend ausgebildetes Embryo bestellen.

Ein Kind zu erwarten - und nie wieder wird es so wie vor Beginn dieser Schwangerschaft sein. 

Ein Kind berührt, denn es macht

  • eine Frau/Mädchen zur Mutter, zumindest zur Empfängerin
  • einen Jungen/Mann zum Vater, zumindest zum Erzeuger
  • Eltern werden Großeltern
  • Großeltern werden Urgroßeltern
  • den Bruder zum Onkel
  • die Schwester zur Tante
  • usw. ....

Medikamente: es kommt nicht auf die Dosis an

Wann beginnt für Dich das neue Leben in Dir oder deiner Partnerin?

Die gesamte Menschheit ist sich über den Beginn des Lebens vollkommen uneinig. Für die einen ist es ab der Vereinigung von männlichem Samenfaden und weiblicher Eizelle – für andere beginnt der Prozess der Vereinigung und das ein Kind sich bereit macht, in ausgerechnet die Paarkonstellation kommen zu wollen noch früher – andere sagen: die Geburt ist der Beginn allen Lebens – ja es gibt extreme, welche die Ansicht vertreten, das ab der Selbsterhaltungsfähigkeit des Menschen er oder sie erst ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft ist – und dann gibt es selbstverständlich noch alle Grauschattierungen dazwischen.

Wann Beginnt für Sie/Dich das Leben eines/Ihres/deines Kindes? Teilen Sie Ihre Gedanken dazu uns mit.

Vereinsintern: Lobby für sterbende und verstorbene Kinder und Angehörige

Externe unabhängig arbeitende Angebote, welche der Verein Sonnenstrahl für empfehlenswert hält und daher auf diese Art und Weise gerne unterstützt: Es gibt Alternativen, Aktion Leben, YoungMum (ehemals Babydoll) , Lobby für chronisch kranke oder behinderte Kinder,

CH: Verein Hilfe nach pränataler Diagnose

D: Die Birke

teilweise mehrsprachige Büchertipps und Links zu Selbsthilfegruppen, Selbstbetroffenen, Angehörigen - nach Themen geordnet von A - Z ... (M = Morbus)

Sie befinden sich hier:
Sonnenstrahl > Sternenkind.info > Schwangerschaft

Die Aktion "Allen Menschen ein Grab" wurde lt. röm. kath. Kirchenkalender am "Tag der unschuldigen Kinder" = 28.12. 2002 durch Br. Klaus Schäfer SAC in Karlsruhe/ D gegründet. Ein von ihm gerne gegebener Hinweis: Es gibt 5 Gebetsformen, mit Gott zu hadern ist eine davon.

„Der Weg des Herzens ist der Weg des Mutes“.
Aus Sicht der Angehörigen gibt es MA 40 finanziert Begräbnis für jedes beerdigungswürdiges Familienmitglied von Empfängnis (im Mutterleib) und künstlicher Zeugung (außerhalb des Mutterleibes) an. Bestattungsrechtliche betrachtungsweise: Im Mutterleib verstorben = Leibesfrucht, außerhalb des Mutterleibes gestorben: Leiche. Rechtsanwalt Mag. Konlechner berichtet: Leibesfrüchte/ Leichen unterliegen dem Bestattungsrecht und  Angehörigen haben Rechte. Dazu gehört nicht die Kostenübernahme der Begräbniskosten, denn der /die Verstorbene hat selbst die Kosten zu übernehmen für sein/ ihr Begräbnis. Ausgaben des Sozialamtes werden mit dem ev. vorhandenen Erbe des Verstorbenen verrechnet, bei Fehlgeburten mit dem Erbe, welches die verstorbene Mutter hinterlassen hat

Soll ihr Kind in der Gruppe 35b liegen, dann reden Sie mit dem Arzt ihres Vertrauens = jenem Arzt, dem Sie ihr totes Kind anvertraut haben. Er wird ein Begräbnis im Auftrag des Wiener Gesundheitsamtes anschließend veranlassen.

Bestattungsfreundlich arbeiten in Wien folgende Kliniken.